Hagebuttenpulver selber machen.

Hagebuttenpulver selber machen

Hagebuttenpulver kannst Du entweder in Bio Qualität kaufen und dir selber gönnen oder in das Fressen deines Hundes mischen (Hagebuttenpulver für Hunde). Oder du kannst es auch relativ einfach selber machen. Relativ einfach, denn es ist zwar nicht wirklich kompliziert, erfordert aber etwas Geduld und Geschicklichkeit.

Anleitung Hagebuttenpulver selber machen

Die richtigen Hagebutten pflücken

Die Qualität des Hagebuttenpulvers steht und fällt mit der Qualität der ausgesuchten Hagebutten. Diese sollten nicht nur reif sein und äußerlich gut aussehen, auch ihre Herkunft ist sehr wichtig. Nicht pflücken sollte man Hagebutten an einer vielbefahrenen Straße, sondern eben eher im Wald oder im eigenen Garten. Meiden sollte man auch Hagebutten von Sträuchern, die direkt neben einem stark gedüngten Feld stehen.

Die Schale der ausgesuchten Hagebutten sollten möglichst fest sein.

Erntezeit von Hagebutten

Für das Pulver sollten natürlich die reifen Früchte verwendet werden, die Erntezeit liegt meist im September und Oktober. Je später man die Ernte durchführt, um so süßer schmecken die Früchte (das mag bei Hagebuttenpulver nicht ganz so wichtig sein, wer aber auch mal Hagebuttenmarmelade selber machen möchte, wird das zu schätzen wissen).

Hagebutten vorbereiten

Nach der Ernte sollten die Hagebutten auch alsbald verwertet werden. Wer zu viele Hagebutten und zu wenig Zeit hat, kann einen Teil der Ernte auch einfrieren.

Nun werden die Hagebutten zunächst von den Samen befreit. Denn diese sind von den reizauslösenden Härchen umgeben, die Hagebuttenpulver auch zu Juckpulver macht. Ist das Geschehen, werden die Hagebutten klein geschnitten. Sie müssen nun schonend getrocknet werden.

Mit oder ohne Haare?

Ja, darüber gibt es verschiedene Auffassungen. Schneller geht es sicherlich, die Härchen an den Samen zu lassen, diese Haare sollen ebenfalls gesund sein. Andere mögen den Geschmack nicht und machen sich die Arbeit und entfernen eben die Haare. Optisch macht es keinen Unterschied, wenn die Hagebutten sehr fein zermahlen werden.

Hagebutten richtig trocknen

Die kleingeschnittenen Hagebutten werden nun auf einem Backblech verteilt und in den Backofen gegeben. Um die Vitamine zu erhalten, sollte die Temperatur beim Trocknen nicht über 40 Grad gehen. Das Trocknen kann eine Zeit dauern, denn Hagebutten haben nun mal einen recht hohen Anteil an Wasser, das nun erstmal verdunsten soll. Erst dann startet das eigentliche Trocknen der Früchte. Wichtig ist, dass man den Backofen beim Trocknen entweder einen kleinen Spalt offen lässt, damit die Feuchtigkeit abziehen kann oder man muss eben immer mal wieder die Ofentür öffnen.

Das Trocknen sollte gründlich erfolgen, sonst kann Restfeuchtigkeit zu Schimmel führen. Die Gefahr von Schimmelbildung besteht auch, wenn die feuchten Früchte zu lange benötigen, um zu trocknen. Dennoch können die Früchte, statt im Ofen, auch ausgebreitet an einem luftigen und trockenen Ort trocknen. Oder man nutzt, falls vorhanden, einen Dörrapparat.

Getrocknete Früchte mahlen

Sind die Hagebutten komplett getrocknet, dann können sie zermahlen bzw. zu Pulver verarbeitet werden. Um besonders feines Pulver zu erhalten, sind meist mehrere Mahlvorgänge notwendig. Gut funktioniert das übrigens auch mit einem Hochleistungsmixer.

Ganze Früchte verwenden

Für Hagebuttenpulver werden die ganzen Früchte verwendet, also auch Samen und Schale. Dennoch müssen die Härchen von den Samen entfernt werden. Wobei das wohl Geschmacksache ist.

Getrocknete Hagebutten aufbewahren

Kühl, trocken und dunkel halten sich getrocknete Hagebutten am besten. Auch Hagebuttenpulver sollte so aufbewahrt werden und das nicht zu lange. Im Zweifelsfall größere Mengen besser einfrieren.

Wie wird Hagebuttenpulver verwendet?

Das Pulver kann zum Beispiel über den Obstsalat verteilt werden, ebenso über ein Müsli. Natürlich lässt es sich auch in Joghurt einrühren. Theoretisch kann es auch in eine Suppe gerührt werden, allerdings dann erst kurz vor dem Servieren, da die enthaltenen Vitamine, insbesondere das Vitamin C doch sehr hitzeempfindlich sind. Der Geschmack kann mit leicht säuerlich gut beschrieben werden.